Vom Traditionsbetrieb zum Start-up-Unternehmen

22.08.2019 15:57:05 | Volkswirtschaft Berner Oberland
Über 180 Personen besuchten die drei Wirtschaftsbrunches in Saanenmöser, Interlaken und Thun. Die beliebte Anlass-Serie der Volkswirtschaft Berner Oberland bot Einblick in den Heimberger Traditionsbetrieb Chocolat Ammann AG und zeigte auf, wie der Arbeitsstandort Berner Oberland zukünftig gestärkt werden soll.

Raphael Schlup, Leiter Verkauf Chocolat Ammann AG, Heimberg, am Wirtschaftsbrunch der Volkswirtschaft Berner Oberland in Interlaken.
Start-up – diese Bezeichnung mag auf den ersten Blick so gar nicht zu einer 1949 gegründeten Traditionsunternehmung passen. Dennoch ist es genau dieser Begriff, mit dem Raphael Schlup. Leiter Verkauf der in Heimberg ansässigen Chocolat Ammann AG, seine Firma umschreibt. Der Produktionsbetrieb, der Schokoladenspezialitäten herstellt, verfügt über eine bewegte Geschichte. Seit dem Frühjahr 2018 ist die Unternehmung in neuen Händen und es wird aktiv an der Zukunft gearbeitet. Wie bei einem Start-up scheint kein Stein mehr auf dem anderen zu bleiben: Es wird investiert und experimentiert. Der Erfolg, insbesondere im B2B-Bereich, gibt dem Team rund um Geschäftsführer und Inhaber Eric von Graffenried Recht. Seit der Übernahme hat sich einiges bewegt – und hört man die Visionen der Verantwortlichen, werden in naher Zukunft weitere Meilensteine folgen. Dazu gehören unter anderem innovative Geschmacksrichtungen, ein Biskuit-Boden, längere Haltbarkeit oder auch Verbesserungen der Rezeptur, was den Zuckergehalt betrifft. Zudem hat die Nachhaltigkeit einen wichtigen Stellenwert bei der Chocolat Ammann AG: So lassen sich beispielsweise die hübsch gestalteten Schachteln, in welchen die Schokoladen-Schaum-Kreationen verpackt sind, vollständig reziklieren. Gespannt folgten die über 180 Gäste an den insgesamt drei Wirtschaftsbrunches der Volkswirtschaft Berner Oberland den Ausführungen von Eric von Graffenried und Raphael Schlup. Im Anschluss an die Präsentation entstand an den drei Anlässen in Saanenmöser, Interlaken und Thun eine rege Diskussion. Besonders der Kulturwandel, der in den letzten Monaten in der Heimberger Unternehmung stattgefunden hatte, interessierte.

Arbeitsstandort Berner Oberland stärken

Der zweite Teil der Wirtschaftsbrunches-Serie gehörte dem Projekt Qualifizierung Oberwallis / Berner Oberland. Susanne Huber, Geschäftsführerin der Volkswirtschaft Berner Oberland, zeigte auf, auf welche Themen man sich in Zukunft fokussieren will. Das NRP-Projekt ist aus dem Wunsch der Arbeitgeber in den Regionen Oberwallis und Berner Oberland nach qualifiziertem Fach- und Führungspersonal entstanden. Bereits zweimal wurde der neu geschaffene Lehrgang «Teams führen im KMU» an den Gewerbeschulen in Thun und Visp erfolgreich durchgeführt. Nun stehen mit dem Pilot des Umschulungsmodells «MEM Passerelle 4.0», der Gründung des Digital Impact Network Chapter Oberwallis und dem Versuch, in der Region ein Unternehmerzentrum anzusiedeln, gleich drei neue Teilprojekte an. Susanne Huber forderte die Anwesenden Arbeitgeber auf, weiterhin ihre Bedürfnisse und Wünsche für die Stärkung des Arbeitsstandorts Berner Oberland aktiv einzubringen. Zudem soll geprüft werden, in welcher Form eine Marketingoffensive zu diesem Thema sinnvoll sein kann.

Medienmitteilung zum Download

 Medienmitteilung Wirtschaftsbrunches-Serie Herbst 2019 (Word, 33 KB)

 Medienmitteilung Wirtschaftsbrunches-Serie Herbst 2019 (PDF, 44 KB)

 Bild in Druckqualität (JPEG, 2.2 MB / Raphael Schlup, Leiter Verkauf Chocolat Ammann AG, Heimberg, am Wirtschaftsbrunch der Volkswirtschaft Berner Oberland in Interlaken.)