Wirtschaftstreffen Berner Oberland

20.10.2016 13:21:54 | irene.thali@volkswirtschaftbeo.ch
Leuchtturmprojekte auf der Achse Biel-Bern-Thun vorantreiben sowie die eigenen Stärken im Berner Oberland ausbauen: Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann zeigte anlässlich des Wirtschaftstreffens der Volkswirtschaft Berner Oberland die Schwerpunkte seiner Amtsperiode auf. In der anschliessenden Podiumsdiskussion unterhielten sich Berner Oberländer Vertreterinnen und Vertreter mit dem Regierungsstatthalter Interlaken-Oberhasli, Martin Künzi, über die wachsende Bürokratie im Unternehmensalltag.

Am Wirtschaftstreffen 2016 der Volkswirtschaft Berner Oberland im Jungfraupark in Matten nahmen über 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik teil. Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann sprach über die bernische Innovationspolitik. Der Regierungsrat aus Meiringen stellte dabei Leuchtturmprojekte wie den Ausbau der Empa in Thun, den Switzerland Innovationpark in Biel und das Kompetenzzentrum für translationale Medizin (sitem-insel) in Bern in den Vordergrund. Das Berner Oberland hat in den künftigen Bestrebungen des Regierungsrates aus Meiringen ebenfalls einen hohenStellenwert: Nebst dem bereits angesprochenen Kompetenzzentrum für additive Fertigung, Werkstoffe und Prozesse der Empa in Thun, sind für Ammann auch die V-Bahn der Jungfraubahnen oder die Umsetzung der Grimselbahn Schlüsselprojekte. Generell sieht der Volkswirtschaftsdirektor im Bereich Tourismus Potenzial, insbesondere wenn es darum geht, die Stärken der Region noch weiter auszubauen.

Bürokratie ist kein spezielles Oberland-Problem

Im Anschluss an das Referat des Volkswirtschaftsdirektors diskutierten Isabel Wirth, Congress Centre Kursaal Interlaken, Silvan Schmid, puralpina AG Frutigen, Fred Gaegauf, Fritz Studer AG Steffisburg, und Martin Künzi, Regierungsstatthalter Interlaken-Oberhasli, unter der Leitung von Beat Kohler über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berner Oberland. Im Fokus stand dabei das Thema Bürokratie: Wie viel Bürokratie verträgt die Wirtschaft? Dabei stellte sich heraus, dass die oft kritisierte Bürokratie die Unternehmer vor sehr individuelle Probleme stellt. Und die Regulationsdichte in der Schweiz zwar hoch, aber im Vergleich zu anderen Ländern vernachlässigbar ist.
Je nach Unternehmensgrösse und Branche müssen sich die Unternehmen anderen bürokratischen Hürden stellen: So sehen Fred Gaegauf und Isabel Wirth vor allem im Bereich Compliance unnötige, bürokratische Hindernisse. Die teils langen Fristen bei Baubewilligungsverfahren haben Silvan Schmid schon nervöse Momente beschert. Regierungsstatthalter Martin Künzi konstatierte, dass er und seine Amtskollegen in der Region laufend darüber nachdenken, wie sich Prozesse, insbesondere in Bewilligungsverfahren, vereinfachen lassen. «Die zunehmende Regulierungsdichte können wir nicht umkehren», sagte Künzi. «Wir müssen lernen, intelligent damit umzugehen.» Dabei stellt sich vor allem die Frage nach der Relevanz, sprich, was muss bewilligt werden und was nicht. Einig waren sich jedoch alle Podiumsteilnehmer, dass das Berner Oberland als Standort gerade im Bereich Kommunikation und Vermarktung, wichtige Vorteile bringt.

Weitere spannende Anlässe im Programm

Neben dem Wirtschaftstreffen finden in den nächsten Wochen noch weitere spannende Anlässe der Volkswirtschaft Berner Oberland statt: Bereits ab dem 20. Oktober startet die Wirtschaftsbrunch-Serie mit Anlässen in Gstaad, Interlaken und Thun. Und mit dem 5. Kulturforum Berner Oberland steht am 29. Oktober in Spiez ein weiterer wichtiger Anlass an. Im Fokus steht dabei das Thema Film als Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft. 

Die Medienmitteilung zum Download:


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