Ein Plädoyer für eine stärkere Vernetzung in der Region

23.03.2017 13:51:51 | Volkswirtschaft Berner Oberland
«Innovation und Tradition im Berner Oberland» – unter diesem Motto fand zwischen dem 16. und 23. März 2017 die 19. Wirtschaftsbrunch-Serie der Volkswirtschaft Berner Oberland statt. Insgesamt über 180 Personen besuchten die drei Anlässe in Saanenmöser, Interlaken und Spiez. Die beiden Referenten – Ueli Bettler, OK-Präsident Unspunnen, und Hanspeter Reust, Querdenker aus Gstaad – boten den Gästen spannende Einblicke in ihre Arbeitsgebiete.

«Ich bin wohl der einzige, der noch daran glaubt», sagt Ueli Bettler, OK-Präsident Unspunnen 2017. Der umtriebige «Bödeler» ist sich ganz sicher, dass der Unspunnenstein zu Beginn des Festaktes wieder in seine Heimat kommen wird. «Hinter den Kulissen tut sich viel.» Ob mit oder ohne Stein – Unspunnen 2017 wird ein Fest der Superlative. An zwei Wochenenden treffen sich Schwinger, Alphirten, Trachtenleute, Volksmusiker, Hornusser, Steinstösser und begeisterte Fans in Interlaken am grossen Folkloreanlass, der in dieser Form nur alle zwölf Jahre stattfindet. Bettler gewährte den rund 180 Gästen an den drei Wirtschaftsbrunches einen Einblick in die Tätigkeit des Organisationskomitees und erläuterte das vielfältige Unspunnen-Programm. Dass ein solches Festival schon lange nicht mehr nur mit viel freiwilliger Fronarbeit allein, sondern mit einer professionellen Organisation im Hintergrund, durchgeführt werden kann, versteht sich von selbst. Dennoch – ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer und Unspunnen-Unterstützer wäre das Folklorefest kaum denkbar. Ueli Bettler verstand es, bei seinen Zuhörern – ob nun im Saanenland, auf heimischem Terrain in Interlaken oder in Spiez, die Vorfreude auf Unspunnen 2017 zu wecken.

Multiplizieren statt addieren

Unspunnen zelebriert die Verbindung und Vernetzung in der Volkskultur – und um Verbindung und Vernetzung ging es auch im Referat von Hanspeter Reust. Der in China tätige Unternehmer und Querdenker aus Gstaad zeigte auf, wie viel Zusammenarbeit und Vernetzung mit den richtigen Partnern bringt – in der Landwirtschaft, im Tourismus – und generell. Dabei hob er die Vernetzung als wichtigsten Erfolgsfaktor hervor: «Wer Produkte und Ideen addiert, kommt weiter. Richtig erfolgreich ist aber nur wer multipliziert.» Und dieses Konzept funktioniert im multinationalen Konzern genauso wie in einer KMU. Reust plädierte zudem für mehr Emotionen: «Man muss die Produkte mit einer Geschichte füllen, dann gewinnen sie an Qualität und können zu einem besseren Preis verkauft werden.» Und gerade die Schweiz, besonders das Berner Oberland, bietet sich mit den sicheren Werten und der unbeschreiblich schönen Landschaft für diese Emotionalität besonders an. 

Pilotweiterbildung startet im Sommer

Vernetzung, insbesondere in Politik und Wirtschaft, ist auch das wichtigste Ziel der Volkswirtschaft Berner Oberland. Geschäftsführerin Susanne Huber informierte die anwesenden Mitglieder und Unternehmer aus dem Berner Oberland an den Wirtschaftsbrunches über die Tätigkeiten der Organisation. So wird im Sommer gemeinsam mit der Region Oberwallis eine Pilotweiterbildung unter dem Titel «Teams führen im KMU» lanciert – die Anmeldung steht Interessierten in Kürze offen, die Inhalte der Weiterbildung werden abwechselnd in Thun und Visp vermittelt. Das Weiterbildungsangebot hat das Ziel, das Angebot an qualifizierte Fachkräfte in der Region zu stärken. Auch im Lobbying setzt sich die Volkswirtschaft Berner Oberland mit den aktuellen Themen der Region auseinander: So koordiniert die Organisation im Moment die verschiedenen politischen Aktivitäten – auf kantonaler und nationaler Ebene – für die Umsetzung einer vernünftigen Bewilligungspraxis im Kanton Bern beim Bauen ausserhalb der Bauzone.

Wirtschaftsbrunches

Zwei Mal pro Jahr – im Frühjahr und im Herbst – organisiert die Volkswirtschaft Berner Oberland eine Reihe Wirtschaftsbrunches. An jeweils drei Standorten im Berner Oberland treffen sich frühmorgens Mitglieder und Interessierte aus Wirtschaft, Politik und Kultur zum gemeinsamen Austausch und Networking. Die Anlässe werden von der Standortförderung des Kantons Bern getragen und unterstützt.

 

 

 

 

 Präsentation der Referenten zum Download

 

 



Bildmaterial zu den Anlässen:

Susanne Huber, Geschäftsführerin Volkswirtschaft Berner Oberland, mit den beiden Referenten Hanspeter Reust (links) und Ueli Bettler. Susanne Huber, Geschäftsführerin Volkswirtschaft Berner Oberland, mit den beiden Referenten Hanspeter Reust (links) und Ueli Bettler.
  
Die beiden Referenten der 19. Wirtschaftsbrunches-Serie: Hanspeter Reust, Unternehmer & Querdenker, Gstaad, und Ueli Bettler (rechts), OK-Präsident Unspunnen 2017.Die beiden Referenten der 19. Wirtschaftsbrunches-Serie: Hanspeter Reust, Unternehmer & Querdenker, Gstaad, und Ueli Bettler (rechts), OK-Präsident Unspunnen 2017.
 
Ueli Bettler, OK-Präsident Unspunnen 2017.Ueli Bettler, OK-Präsident Unspunnen 2017.
 
Hanspeter Reust, Unternehmer & Querdenker, Gstaad.Hanspeter Reust, Unternehmer & Querdenker, Gstaad.