Keine Angst vor digitalen Geschäftsmodellen

08.09.2017 16:24:17 | irene.thali@volkswirtschaftbeo.ch
Die 20. Wirtschaftsbrunch-Serie der Volkswirtschaft Berner Oberland rückte die Themen Digitalisierung und Bildung in den Fokus. Insgesamt über 120 Personen besuchten die drei Anlässe in Interlaken, Thun und Saanenmöser. Dr. Lukas Rohr, Departementsleiter Technik & Informatik an der Berner Fachhochschule, zeigte in einem spannenden Referat auf, was Digitalisierung für Chancen und Gefahren mit sich bringt und wie die Berner Fachhochschule das Themenfeld besetzt.

Dr. Lukas Rohr, Berner Fachhochschule, hält sein Referat anlässlich der 20. Serie Wirtschaftsbrunches der Volkswirtschaft Berner Oberland.

Digitalisierung – der Begriff ist in aller Munde. Doch was steckt alles dahinter? Wie geht man mit der digitalen Transformation um? Und was erwartet uns in der Zukunft – ist die Digitalisierung wirklich eine Chance oder müssen wir uns vor diesen zahlreichen Veränderungen fürchten? Der in Thun wohnhafte Dr. Lukas Rohr, Direktor des Departementes Technik & Informatik an der Berner Fachhochschule, zeigte in seinem Referat auf, was Digitalisierung kann und was nicht und ordnete die wichtigsten Begriffe und Entwicklungen ein. Rohr plädierte dabei für eine positive Haltung gegenüber den neuen Trends im privaten sowie im beruflichen Alltag: «Durch die Digitalisierung gehen nicht in erster Linie Jobs verloren – Berufsbilder verändern sich.» Seine «Tour d'horizon» anlässlich der Wirtschaftsbrunches der Volkswirtschaft Berner Oberland reichte dabei vom Internet of Things, über Big Data bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. 

Simplicity wins!

Anhand verschiedener Beispiele zeigte Rohr auf, wie bereits heute zahlreiche digitale Anwendungen und Erleichterungen Einzug in unseren Alltag halten. Ob dies nun das intelligente Parkplatzmanagement der Stadt Lenzburg ist, bei dem freie Parkplätze über eine App ersichtlich und buchbar sind, oder das Bettenmanagement im Inselspital. «Digitale Geschäftsmodelle setzten oft auf bestehenden Erfindungen oder Produkten auf», erklärte Dr. Lukas Rohr. «Meist ergänzen sie diese mit zusätzlichen Funktionen.» Dabei muss vor allem eines gewährleistet sein: Damit diese Businessmodelle funktionieren, müssen Sie einfach bedienbar und nahe beim Menschen sein. «Simplicity wins! Aber solche einfachen Anwendungen sind im Aufbau meistens komplex», so Rohr.

Mehr Fachkräfte im Berner Oberland

Den zweiten Teil der Vortragsreihe anlässlich der Wirtschaftsbrunches war den Projekten der Wirtschaftsstrategie der Volkswirtschaft Berner Oberland gewidmet. Geschäftsführerin Susanne Huber stellte das Projekt «Qualifizierung Oberwallis-Berner Oberland» vor. Wichtigstes Fundament dieses Projektes, dass sich dem Fachkräftemangel in ländlichen Regionen widmet, ist die berufsbegleitende Weiterbildung «Teams führen im KMU». Der Pilotlehrgang der Berufsschulen im Berner Oberland und Oberwallis findet abwechslungsweise in Thun und Visp statt und soll – bei genügend Anmeldungen – am 2. November 2017 starten.

Wirtschaftsbrunches


Zwei Mal pro Jahr – im Frühjahr und im Herbst – organisiert die Volkswirtschaft Berner Oberland eine Reihe Wirtschaftsbrunches. An jeweils drei Standorten im Berner Oberland treffen sich frühmorgens Mitglieder und Interessierte aus Wirtschaft, Politik und Kultur zum gemeinsamen Austausch und Networking. Die Anlässe werden von der Standortförderung des Kantons Bern getragen. Die 20. Serie Wirtschaftsbrunches wurde von der Berner Kantonalbank BEKB | BCBE unterstützt.

Downloads & weiterführende Links


 Medienmitteilung als PDF (210 KB)

 Medienmitteilung als Word-Dokument (33 KB) 

 Bildergalerie 20. Serie Wirtschaftsbrunches

 Präsentation Dr. Lukas Rohr (PDF, 6 MB)

 Bild Dr. Lukas Rohr anlässlich des Wirtschaftsbrunches in HRES (5 MB)

Weiterbildung Teams führen im KMU